Über uns | Konkathedrale St. Eberhard
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Kirchenführer St. Eberhard

Eine Viertelmillion Menschen gehen täglich an St. Eberhard vorbei - hinein nach Stuttgart und heraus aus der Stadt. Einige tausend kommen im Lauf der Woche von der Königstraße in die Kirche herein. Sie rasten, schauen, beten.

Vielen ist die Kirche vertraut. Trotzdem: immer nochmals gibt es etwas zu sehen und zu finden. Andere kommen erstmals - als Gäste der Stadt, als Urlauber, aus Interesse an fremden Kirchen. Manche wissen aus eigener Erfahrung, dass Kirchen immer auch Heimat sind. Solchen Besucherinnen und Besuchern sei diese Schrift gewidmet.

Viele gut gemachte Kirchenführer gibt es. Unserer will nicht mit ihnen konkurrieren. Er versucht aber zweierlei: etwas über Geschichte und Kunst zu sagen, aber auch: zu vermitteln, was es mit einer katholischen Kirche überhaupt auf sich hat. Orte wie Taufstein und Altar, Bilder, Einrichtungen sind ja da, um Glauben auszudrücken, um Gottesdienst zu feiern. Gehen Sie ruhig beiden Spuren im Raum nach. Es kann Ihnen Gewinn bringen. Gott ist gut - ihm gelte unser Lob. Ihm bringen wir auch unsere Sorgen.

Möge Ihr Kommen und Gehen ein Lichtblick sein in Ihrem Tag, auf Ihrem Weg.Die EBERHARDS-GEMEINDE grüßt sie herzlich

 

TAUFKAPELLE

Taufstein

Durch die Taufe wird die Verbindung mit Jesus Christus dem Gekreuzigten und Auferstandenen grundgelegt und die Aufnahme in die Gemeinschaft der Glaubenden (Kirche) vollzogen. Dabei wird der Scheitel des Täuflings mit Wasser übergossen. Diese Handlung geht auf einen seit alters üblichen Ritus zurück, bei dem die Taufe bei Erwachsenen durch untertauchen vollzogen wurde. Wer sich taufen lässt, bittet Gott damit um die innere Reinigung, also die Vergebung von Schuld und die Befreiung von der Sünde. Der von katholischen Gläubigen geübte Brauch, sich u. a. beim Betreten der Kirche mit Weihwasser zu segnen, ist eine Erinnerung an diesen Sinn der Taufe. Der Taufstein wurde von Alfred Appenzeller gleichzeitig mit der Tabernakelstele und dem Ewiglichtleuchter nach der Renovierung 1990 in das Ensemble von Altar, Ambo (Lesepult) und Kathedra (Bischofssitz) eingebracht. Er deutet das Taufgeschehen durch seine plastische Sprache. Eine Mulde für Weihwasser, ein Dorn für die Taufkerze und zwei Ablageflächen umschließen den zentralen Wasserbehälter. Aus dem Stein rinnt, durch die künstlerische Gestaltung angedeutet, das Wasser des Lebens.

Meditationsbild

Hans Schreiner deutet auf kreidig-weißem zweigeteiltem Hintergrund das Leiden Christi durch die fünf Wundmale an. Die obere Bildfläche wird schlitzartig durchbrochen und lässt gelbe Strahlen und Lichtströme erscheinen. Im Zusammenklang der Leidenssymbole und der Lichterscheinungen kann man das Pfingstmotiv (die Sendung des Heiligen Geistes im Symbol von Feuerzungen) erkennen, das dem Bild (1991) Thema und Titel gibt: zu Pfingsten feiert die Kirche das Fest des Geistes Gottes, aus dem sie lebt.

Glasfenster

Die von Hans Schreiner gestalteten Fenster in den beiden Seitenschiffen und der rechten Seitenkapelle sind abstrakt in symbolischen Farbklängen gehalten. Formale Anklänge an Wundmale, Flammen, Lichtbahnen und Lichtstrahlen lassen thematische Zuordnungen der verschiedenen Motive zu. Im linken Seitenschiff vorne, in der Taufkapelle, greift Hans Schreiner die Thematik seines dort hängenden Pfingstbildes wieder im Fenster auf, führt sie aber zu einer stärkeren Betonung der Kreuzigungssituation: Die Darstellung der Motive "Blut" und "Wasser" verweist auf das Johannesevangelium (Joh 19,34). Dort werden beide Begriffe auf Abendmahl und Taufe hin gedeutet. In der rechten Seitenkapelle verweist er ebenfalls - durch die Anordnung von vertikalen und horizontalen Strukturen sowie durch die Farbsymbolik - auf das Thema der Kreuzigung Jesu.

GEKREUZIGTER

Das in der linken Seitenkapelle angebrachte Kruzifix ist Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden. Es wurde 1995 restauriert und in der linken Seitenkapelle angebracht. Ursprünglich war der Korpus farbig. Das Original des Kreuzbalkens ist nicht mehr vorhanden. Er wurde vom Restaurator nach einem Vorbild aus der Entstehungszeit des Kunstwerks ergänzt.

MARIENSTATUE

Die lebensgroße Muttergottes mit Krone und Zepter steht auf der Mondsichel. Das kennzeichnet sie als die "Himmelskönigin", wie sie in der Geheimen Offenbarung (Offb 12,1) beschrieben wird. Dieses Bildwerk aus Lindenholz stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Es wird dem oberschwäbischen Kunstkreis zugeschrieben, aus dem auch der bedeutende Künstler Hans Multscher stammt. Die originale farbige Fassung ist sehr gut erhalten.

BEICHTSTÜHLE

Im Sakrament der Buße empfängt der Glaubende die Zuwendung und Vergebung Gottes. Sie hilft ihm, das eigene Leben neu zu ordnen und zu verändern. In St. Eberhard gibt es vier Beicht-Orte: zwei Zimmer für Beichtgespräche (linke Seitenkapelle) mit Gemälden von Hilde Reiser, die den Kreuzestod Jesu als liebende Hinwendung sehen lassen, und zwei Beichtstühle (bei Antoniusstatue bzw. Ikone).

ALTARRAUM

Altarbild

1961 schuf Otto Habel dieses monumentale Mosaik unter dem Titel "Der wiederkommende Herr", gesetzt bei der Mayerschen Kunstanstalt, München. Mit 13 Metern Höhe ist es das größte Goldmosaik von Otto Habel. Marmor aus aller Welt sowie die Halbedelsteine Onyx, Malachit und Lapislazuli bilden das Material, das der Künstler in eigens entwickelter Technik verarbeitet hat. Weitestgehend verzichtet er auf das traditionelle Würfelmosaik zugunsten einer Verarbeitung von langen Steinstreifen und organisch gebrochener Steinflächen, die den natürlichen Charakter des Steins stärker zum Ausdruck bringen. In der kreisrunden Einfassung thront Christus als Pantokrator (Allherscher), flankiert von zwei Seraphinen (sechsflügelige Engelswesen). Zu Füßen des Herrn zeigt der Künstler ein Goldkreuz mit den zwei Gerichtsengeln, die die Goldposaune blasen (vgl. Offb. 6 bis 11). Links und rechts davon sind die zum ewigen Hochzeitsmahl geladenen klugen und törichten Jungfrauen zu sehen (vgl. Mt 25,1-13). Über Christus ist, umrahmt von Engeln, das ihn widerspiegelnde Opferlamm (vgl. Jes 53,7) dargestellt. Das Mosaik schließt oben mit einer angedeuteten Krone, die das himmlische Jerusalem (vgl. Offb 21,9-22,5) versinnbildlicht.

Die Ausstattung des Altarraumes wurde von Alfred Appenzeller aus Mooser- Muschelkalk geschaffen: Altar und Ambo 1973, Kathedra 1978, Tabernakel-Stele und Ewig-Licht-Leuchter 1990.

Altar

Der Altar ist das Zentrum der Eucharistiefeier (Messe) und versinnbildlicht den "Tisch des Herrn", um den sich die Kirche zur Abendmahlsfeier versammelt. Formal angedeutet wird die Tischfunktion durch die Teilung des Steins. Der Altar symbolisiert auch Christus selber als "lebensspendenden Felsen" (1 Kor 10,4). Gemäß den Bestimmungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) wurde der Altar konsequent dem Kirchenschiff angenähert. Damit kann (im Gegensatz zur vorkonziliaren liturgischen Form) der Priester eine der Gemeinde zugewandte Stellung einnehmen. Das ermöglicht eine kommunikativere Form der Teilnahme der Gläubigen an der Meßfeier.

Tabernakel

Im Tabernakel (lateinisch "tabernaculum" = Hütte, Zelt) wird das geheiligte eucharistische Brot aufbewahrt ("Allerheiligstes").Der Ewig-Licht-Leuchter neben der Tabernakelstele ist ein Hinweis auf die Gegenwart der Eucharistie. Der Tabernakel von St. Eberhard ist aus Bronze gefertigt und am rechten Rand des Altarraumes angebracht. Er wird von einer Stele umschlossen und getragen. Angedeutete menschliche Figuren mit nach oben gerichteten und geöffneten Händen bilden den Sockel der Stele und den Tischabsatz unter dem TABERNAKEL. Auf den Türen des Schreins zeigt der Künstler im Bronzeabguss das gebrochene Brot des Lebens auf realistische Weise. Nach oben endet die Stele in der Darstellung von Engeln, die ähnlich wie die Figuren im Sockel angedeutet und zusammengefasst sind.

Ambo

Der Ambo (lateinisch für Lesepult) ist der Ort der Lesungen aus der Heiligen Schrift und der Predigt. Das stilisierte Kreuz in der Frontalansicht weist auf das Evangelium hin, während die wuchtige Form der Ausführung an Petrus "den Felsen" denken lässt, auf dem die Kirche gründet (Mt 16,18).

Kathedra

Als Bischofskirche (Dom, Kathedrale) verfügt St. Eberhard über eine Kathedra. Die Kathedra (griechisch für "Stuhl eines Lehrenden") ist der Sitz des Bischofs während gottesdienstlicher Feiern. An der Rückenlehne ist das Wappen des amtierenden Bischofs mit dessen Leitspruch angebracht.

RUPERT-MAYER-PORTRÄT

In der rechten Seitenkapelle wurde zum 50. Todestag des Jesuitenpaters Rupert Mayer (1876-1945), 1987 in München selig gesprochen, das von Karlheinz Oswald geschaffene Bronzeporträt aufgestellt. Rupert Mayer wurde in St. Eberhard getauft und feierte 1899 hier seine Primiz (erste Messe eines neu geweihten Priesters). Als Seelsorger und Prediger wirkte Pater Ruper Mayer SJ vor allem in München und stellte sich dem nationalsozialistischen Regime entgegen. Das führte 1937 erstmals zu Verhaftung und Redeverbot. 1939 wurde er im Konzentrationslager Sachsenhausen interniert und 1940 bis Kriegsende ins Kloster Ettal verbannt. Am 1. November 1945 starb Rupert Mayer während der Eucharistiefeier. Spannungsreich verbindet Karlheinz Oswald die Materialien Bronze und Sieneser Marmor miteinander. In moderner, den technisch-bildhauerischen Schaffensprozess deutlich zeigender Bildsprache zeigt er uns ein treffendes Porträt des Seligen.

ORGEL

Die Orgel der Domkirche wurde 1982 von der Firma Albiez erbaut, welche bis zum Tod ihres Gründers Winfried Albiez im Jahre 1985 in Lindau bestand und sich in kurzer Zeit den Ruf einer der führenden deutschen Orgelbauwerkstätten erworben hatte. Mit 56 klingenden Registern auf drei Manualen und Pedal ist sie das größte von dieser Werkstätte geschaffene Instrument und eine der bedeutendsten Orgeln der Landeshauptstadt. Sie enthält knapp 3700 Pfeifen, von denen die der beiden 16´-Prinzipale von Hauptwerk und Pedal sowie des 8´-Prinzipals des Rückpositivs im Prospekt zu sehen sind. Das Klangkonzept verbindet deutsche und französische Elemente der Barockzeit mit romantischen französischen Charakteristiken, letztere sind besonders im symphonischen Schwellwerk und in der reichen Palette der 14 Zungenstimmen (darunter eine Bombarde 32´) präsent. Der Gehäuseentwurf von Elmar Wertz bezieht sich in seinen Grundformen auf Details des Altarmosaiks. Ludger Lohmann

KREUZBILD

Im rechten Seitenschiff an der Wand bei der im Boden eingelassenen Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges befindet sich ein abstraktes, in vehementen Farben gemaltes Bild von Arnulf Rainer in angedeuteter Kreuzform. Die Farben, teilweise mit den Händen aufgetragen, bedecken dick und pastos die Tafel. Teilweise strömt die Farbe aber auch flüssig über die Bildfläche. Das ganze Bild wird vom kräftigen, hellen Rot der hintersten Farbschicht dominiert. Darüber liegen braune, grüne und schwarze Farbschichten. Das Grün als Farbe keimenden Lebens ist zwischen Blau und Rot kaum sichtbar. Rot als Farbe des Zorns und des Schmerzes kann uns das Leiden Christi in konfrontierender Weise spüren lassen.

ANTONIUSSTATUE

Antonius von Padua wurde 1195 geboren und starb 1231 als Franziskanermönch. Seine Bedeutung liegt in der Überzeugungskraft seiner Predigt und seinem Wirken zum Wohl der Armen. Der Heilige wird dargestellt im Ordenshabit der Franziskaner und mit dem Rosenkranz als Zeichen für seine Lebensweise, mit der weißen Lilie als Symbol der Reinheit und mit der Heiligen Schrift und dem Jesuskind als Hinweis auf den Verkündiger des Evangeliums. Geld, das im Antoniusopferstock gesammelt wird, kommt insbesondere caritativen Zwecken zu.

IKONE

Die Muttergottes-Ikone geht zurück auf ein byzantinisches Urbild, das der Legende nach vom Evangelisten Lukas gemalt worden sein soll. Die Ikone im Eberhardsdom ist um 1700 entstanden und wurde von kretischen Ikonenmalern geschaffen. Sie zeigt den Typus der "Mutter der Tröstung", dessen Kennzeichen es ist, dass das Jesuskind den Segen im griechischen Gestus (aneinandergelegter Mittel- und Zeigefinger) spendet.

INNENraum

Die Aufgabe, durch den Umbau von 1990/91 dem Kirchenraum mehr Prägnanz zu verleihen, konnte nach Ansicht der Planer nur durch eine klare Formensprache und eine gestraffte Raumkonzeption erfüllt werden. Die nicht nur aus formalen, sondern auch aus akustischen Überlegungen gewählte Kassettendecke wird als gestalterisches Thema an den Emporenbrüstungen, den Emporendecken und den Einrichtungen aufgenommen. Die präzis formulierten Kanten und Pfeiler, Decken, Stützen und die das Konstruktionssystem verdeutlichenden Wandlisenen geben dem Raum die gewünschte Klarheit uns Strenge. Die lichte Farbgebung und die klare Verglasung der Fenster unterstützen diese Absicht. Die Altarrückwand mit dem Mosaik von Otto Habel wurde der Farbigkeit des Bildes entsprechend abgetönt. Die in diesem Bereich von der Wand durch ein Glasband abgelöste Decke lässt direktes Licht einfallen und gibt dem Bild und der Wand nach oben Raum. Die gewählten Ausbaumaterialien - grauer Jura für den Boden und gekälkte Eiche für die Bänke und Türen - fügen sich in das Raumbild ein. Im Altarbereich blieben nach dem Umbau die Standorte des Altares, des Ambos und der Marienstatue unverändert. Der Tabernakel dagegen wurde neu gestaltet, um der Veränderung der Massenverteilung im Chorbereich Rechnung zu tragen. Die Konzeption der Wegekirche blieb erhalten. Die Seitenschiffe finden durch die eingefügten Wände der Emporentreppen einen räumlichen Abschluss und sind auf der linken Seite auf den Taufort und ein Bild von Professor Hans Schreiner und auf der rechten Seite auf ein Kreuzbild von Arnulf Rainer und die Gedenkstätte für die Gefallenen gerichtet. Die Seitenkapellen des Altarraumes, die linke Beichtort, die rechte Raum für kleinere Gottesdienste, erhalten durch die eingefügten Emporen einen intimen Charakter. Im hinteren Bereich der Seitenschiffe bilden sich durch die eingestellten Beichtstühle Andachtsnischen vor der Ikone und der Antoniusstatue. Bert Perlia

BAUGESCHICHTE

Die Baugeschichte der Stuttgarter Eberhardskirche nimmt ihren Anfang 1808 mit der Übertragung und dem Abbruch der evangelischen Kirche bei Schloß Solitude und deren Wiederaufbau an der Königstraße durch Nikolaus Thouret. Weihbischof Franz Xaver Karl Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (Augsburg) vollzog 1811 die Kirchenweihe. Damit hatten die Stuttgarter Katholiken erstmals seit der Reformation wieder eine eigene Kirche. In den Jahren 1843, 1868 und 1881 mussten bereits umfängliche Bauschäden behoben werden. Das führte dazu, dass die Eberhardskirche 1933/34 einem ersten Umbau unterzogen wurde. Die Farbigkeit und der Bilderreichtum machten klassizistischer Strenge Platz. 1944 wurde St. Eberhard in zwei Bombenangriffen auf Stuttgart vernichtet. Elf Jahre später (1955) wurde die von Hugo Schlösser auf dem ursprünglichen Grundriss wieder aufgebaute Kirche durch Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht geweiht. 1973 wurden durch die Freistellung des Altars Konsequenzen aus den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils gezogen. Zur zweiten Bischofskirche (Konkathedrale) neben dem Dom zu Rottenburg wurde St. Eberhard am 30. September 1978 erhoben. In den Jahren 1990/91 erhielt das Gotteshaus nach Plänen Bert Perlias, Stuttgart, seine jetzige Gestalt.

FASSADE

Die Spitzkuppel des Türmchens ist durch alle Bauphasen hindurch kennzeichnend für die Eberhardskirche. Darunter, im Fensterkreuz von Emil Sutor (1888 - 1974), ist eine Darstellung des dreifaltigen Gottes mit den zwölf Aposteln zu sehen. Die Trinität bildet den senkrechten Pfosten (Gott Vater als "Auge Gottes", Gott Sohn als lehrender Christus, Gott Heiliger Geist als Taube), die Apostel, von denen jeder mit seinem Symbol versehen ist, den Querbalken. Die rechts und links zurückgesetzten Fassadenteile enthalten Tympana mit Mosaiken von Karl Heinz Dallinger: links sind die Symbole der vier Evangelisten zu sehen, rechts zwei trinkende Hirsche unter dem "Auge Gottes" (Psalm 42,2: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir"). Über den drei Gittertoren zum Vorraum der Kirche sind (von links) die Wappen des Konsekrators von St. Eberhard, Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht, des Papstes Pius XII., der zur Zeit der Weihe der Kirche regierte, und des Landes Baden-Württemberg zu sehen.

GELÄUT

Das Geläut von St. Eberhard wurde 1957 in der Glockengießerei Heinrich Kurtz in Stuttgart gegossen. Die Glockenzier mit religiösen Symbolen entwarf Prof. Brutschin (Schwyz), die Ausführung besorgte Hans Retzbach, Stuttgart. Das vierstimmige Geläute hat folgende Zusammensetzung: Dreifaltigkeitsglocke: c´ (2297 kg, 156 cm Durchmesser), Friedensglocke: d´ (1588 kg, 138 cm Durchmesser, Marienglocke: f´ (903 kg, 115 cm Durchmesser) und Totenglocke: g´ (683 kg, 103 cm Durchmesser). Martin Dücker

Kirchenpatron

Als einzige Kirche hat der Stuttgarter Dom Erzbischof Eberhard I. von Salzburg (ca. 1085-1164) zum Patron. Der Abguss vom Taufbecken im Salzburger Dom in der rechten Seitenkapelle stellt den Schutzheiligen dar. Den Namen wählte König Friedrich I. von Württemberg, der die Kirche erbauen ließ, in Erinnerung an große Vorfahren dieses Namens. Gedenktag des Heiligen Eberhard ist der 22. Juni, sein Todestag.

DOMSCHATZ

Eine Vitrine in der Sakristei sind ein Altarkreuz, Monstranzen, Kelche und Gefäße ausgestellt. Die liturgischen Geräte stammen aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert und wurden 1811 von König Friedrich I. von Württemberg der Gemeinde Übergeben.

DIE KÜNSTLER

Alfred Appenzeller 1934 in Altheim bei Horb geboren absolvierte der Künstler nach einer Ausbildung zum Steinbildhauer sein Kunststudium an der Akademie Stuttgart bei den Professoren Karl Hils und Peter Otto Heim, zuletzt in der Bronzegießerei der Gießerei bei Herbert Heinzel. Seit 1963 ist er als freier Bildhauer tätig.

Karl-Heinz Dallinger 1907 in München geboren und nach seiner Ausbildung an der Münchender Akademie als Maler und Textilgestalter tätig. 1937 erhielt Dallinger die Professur für dekorative Malerei an der Kunstschule Nürnberg, 1938 an der Akademie für angewandte Kunst in München. Heute arbeitet er als freischaffender Maler in München.

Otto Habel ist 1922 in Proschwitz bei Niemes geboren. Nach einer Ausbildung zum Glasgestalter besuchte er die Kunstakademien in München, Prag, Dresden, Berlin und zuletzt in Stuttgart. Seit 1949 ist er freischaffender Künstler.

Karlheinz Oswald wurde 1958 in Worms geboren und hat das Kunststudium an der Universität Mainz absolviert. Seither arbeitet er als freischaffender Bildhauer.

Arnulf Rainer Der 1929 in Baden bei Wien geborene Künstler besuchte 1947 bis 1949 die Staatsgewerbeschule in Villach. Nach kurzem Besuch der Akademie für angewandte Kunst und der Akademie der bildenden Künste in Wien 1949 nahm er seine Tätigkeit als freischaffender Maler auf.

Hilde Reiser wurde 1929 in Füssen geboren und hat 1950 bis 1957 Bildhauerei und Malerei in München und Stuttgart studiert. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Hans Schreiner 1930 in Bad Friedrichshall geboren, hat 1950 bis 1957 an der Kunstakademie Stuttgart bei Professor Henninger u.a. Kunst studiert und ist seither als freier Maler und Glasgestalter tätig.

Emil Sutor lebte von 1888 bis 1974. Er lehrte bis ins Jahr 1954 an der Karlsruher Akademie, wo er auch bei Hermann Volz studierte. Sein Werk widmet sich hauptsächlich der sakralen Kunst.

 
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